Biofeedback – Verfahren zur Messung von Emotionen
Neurologe Dortmund

Biofeedback – Verfahren zur Messung von Emotionen

Valide Gefühle mit Biofeedback

In einer Biofeedback Sitzung kann als Hinweis für die Aktivität des sympathischen Systems der Hautleitwert sowie der Hautwiderstandswert erfasst werden. Der Hautwiderstand ist dabei die elektrische Aktivität der Schweißdrüsen und wird wie bei einem Lügendetektor an den Fingern abgeleitet. Hierfür werden hochsensible Sensoren an Mittel- und/oder Zeigefinger angelegt. Die erhobenen Werte stellen dann in diesem Zusammenhang eine Antwort auf einen inneren sowie äußeren Reiz dar. In belastenden Situationen steigt im Allgemeinen die Hautleitfähigkeit an, wobei der Hautwiderstand reziprok sinkt. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Schweißdrüsen vermehrt Schweiß produzieren und die Haut dann als „Stromleiter“ fungiert. Es ist also festzuhalten, dass der Hautleitwert sich in Abhängigkeit von der emotionalen Lage einer Person und jeglichen Stressreizen verändert, welche gut in Form von Kurvendiagrammen dargestellt werden können. Bei einem gesunden Klienten verhält sich der Hautleitwert der linken sowie rechten Hand gleich. Bei Angstzuständen beispielsweise gerät dieses Verhältnis aus dem Gleichgewicht. Wie stark die jeweilige Reaktion auf einen Reiz ausfällt oder mit welchem Körpersystem man am stärksten darauf reagiert, hängt von den individuellen Persönlichkeitsmerkmalen und der sozialen Umgebung ab. Nichts-destotrotz, kann mithilfe der direkten Rückmeldung im Biofeedback-Verfahren der Hautleitwert bewusst in die gewünschte Richtung gelenkt werden. Hierfür werden gemeinsam Trainingseinheiten entwickelt, die später im Alltag Anwendung finden.

Biofeedback – neue Erkenntnisse

Darüber hinaus, zeigen neuere Befunde, dass mit Biofeedback Neurotizismus, Stabilität, Introversion sowie Extraversion nachzuweisen sind. Neurotizismus bildet hierbei die chronische Emotionalität, welche sich als Ängstlichkeit, Zuversicht oder Kontrolle emotionaler Reaktionen äußert. Eine solche labile Emotionslage führt in Stresssituationen zu Launenhaftigkeit, Nervosität, Reizbarkeit oder Minderwertigkeitsgefühlen. Es werden vergleichsweise relativ schneller Angst-, Abwehr,- oder Aggressionsreaktionen ausgelöst. Daraus ergibt sich der Umstand, dass anhand von Biofeedback die allgemeine seelische Dysbalance nachweisbar ist. Eine Hohe Introversion beispielsweise geht mit einen höheren Erregungsprozess einher, welche mit einem schnelleren Lernen und einem langsameren Vergessen in Verbindung zu setzten sind. Introvertierte Personen neigen in bestimmten Stresssituationen zu einer Vermeidungsreaktion, die mit Schmerz oder Furcht verbunden ist. Der genannte Personenkreis erlebt somit öfters Furcht und Angst. Dieses Persönlichkeitsmerkmal zeigt sich besonders in sensibleren Schwankungen und höheren Amplituden (Höhe der Reaktion) im linken Hautleitwert. Im Gegensatz dazu, weisen die extravertierten Persönlichkeiten einen langsameren Lernprozess und eine höhere Vergesslichkeit auf. Sie sind häufig impulsiver, lebenslustiger, spontaner und sozial aktiver als andere Vergleichsgruppen. Bei den Messungen sieht man weniger Schwankungen und niedrigere Amplituden im linken Hautleitwert, wobei der aktivere Wert in der rechten Hand zu verzeichnen ist. Zusammenfassend ist zu sagen, dass im Kurvendiagramm psychische Belastungen wie Angst oder Furcht in Form von starken Schwankungen sichtbar wird. Beide Hautleitwerte weisen somit große Unterschiede und einen nicht parallelen Verlauf auf.

Biofeedback Übung ist auch bei Schulter-Nacken-Schmerzen ( z.B Nackenverspannung Schulterverspannung) und Migräne sehr wirksam.

Dr. Pastushenko

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