Depression im Jugendalter – was hilft?
Depressionen im Jugendalter was hilf

Depression im Jugendalter – was hilft?

Die „majore Depression“ ist die am meisten diagnostizierte psychische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Die medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva bei Depression im Jugendalter ist hierbei sehr umstritten.

Depression im Jugendalter
Depression Kinder und Jugendliche

Analyse von Antidepressiva im Kinder- und Jugendalter

Eine wissenschaftliche Netzwerk Metaanalyse stellte einen Vergleich der Wirksamkeit von Antidepressiva und Placebo bei Depression im Jugendalter auf. Die Ergebnisse der Analyse wurden im Lancet Juli 2016 veröffentlicht. Bei der Metaanalyse wurden alle öffentlichen und nicht öffentlichen und kontrollierten Studien die bis zum 31. Mai 2015 für die Akutbehandlung bei einer Major Depressive Disorder registriert waren, in die Studie mit aufgenommen. Die komplette Analyse umfasste 34 Studien, aus 5.260 Teilnehmern. Das Durchschnittsalter betrug 13,6 Jahre. Zur Analyse setze man folgende Wirkstoffe ein: Amitriptylin, Citalopram, Clomipramin, Desipramin, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Imipramin, Mirtazapin, Nefazodon, Nortriptylin, Paroxetin, Sertralin und Venlafaxin. Das Hauptziel der Analyse bestand in der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Wirkstoffe. Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung in keines der verfügbaren Behandlungsverfahren passten oder sich weniger als 4 Wochen in aktueller Behandlung befanden, sowie Studien mit weniger als 10 Teilnehmern, wurden ausgeschlossen.

Depression im Jugendalter
Jugendliche Depression

Wirksamkeit der Medikamente bei Depression im Jugendalter

Die Brauchbarkeit der Datensammlung wurde von der Netzwerk Metaanalyse zum größten Teil als sehr niedrig eingestuft. Die meisten Antidepressiva sind bei Kindern und Jugendlichen unzureichend untersucht worden, weil sie nur für Erwachsene zugelassen sind. Nur die Wirksamkeit des Fluoxetin konnte bestätigt werden. Imipramin, Venlafaxin und Duloxetin führten im Verhältnis zu den meisten Therapieabbrüchen. Durch Venlafaxin wurden zudem scheinbar ausgeprägte suizidale Gedanken hervorgerufen. Der einzige Wirkstoff SSRI (der bei Kindern ab 8 Jahren zugelassen ist) war einer Placebo-Behandlung statistisch signifikant überlegen. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis von einer Akutbehandlung mit Antidepressiva im Kindes- und Jugendalter sollte kritisch abgeschätzt werden. Die Ergebnisse der Analyse zeigen keinen klaren Vorteil für den Einsatz von Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen.

Depression im Jugendalter
Depression was hilft?

Was hilft bei Depression im Jugendalter?

Eine professionelle psychotherapeutische Betreuung sollte die erste Option sein, da depressive Störungen in diesem Alter unterschiedliche Entwicklungsstadien durchlaufen und zudem Jugendliche häufig unter emotional instabilen Persönlichkeiten und Angststörungen leiden, ist es schwer wirksam pharmakologisch vorzugehen.

Dr. Pastushenko

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