Migräne mit Aura – kein erhöhtes Risiko für Hirninfarkte
Migräne mit Aura

Migräne mit Aura – kein erhöhtes Risiko für Hirninfarkte

Migräne mit Aura

Migräne ist eine der häufigsten Arten von Kopfschmerz. Migräne ist anfallsweise auftretender Kopfschmerz (Migräneattacken), der meistens durch Bewegung intensiviert wird. Die Prävalenz der Migräne liegt bei 2-10%. Dreimal so viele Frauen wie Männer sind davon betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Prävalenz der Migräne bei 4 – 5%. Eine Migräne mit Aura ist mit bestimmten Begleitsymptomen verbunden. So können zum Beispiel Sehstörungen, Kribbelgefühle, Lähmungen oder Schwindelgefühle (zusätzlich zum Kopfschmerz) auftreten.

Migräne mit Aura – kein erhöhtes Risiko für Hirninfarkte

Laut einer Studie aus den Niederlanden gibt es eine Verbindung zwischen Migräne mit Aura und Gefäßerkrankungen, die insbesondere Schlaganfälle hervorrufen sollen. Dies konnte jedoch in darauffolgenden dänischen Studien nicht nachgewiesen werden. Eine Arbeitsgruppe aus Dänemark hat sich mit dieser Thematik näher befasst und diese erneut untersucht. Bei dieser Studie wurden Zwillinge, die durchschnittlich 40 Jahre alt waren und zu 40% eineiig, aus dem dänischen Register entnommen. Dabei wurden jeweils Zwillingspaare mit einbezogen, in der ein Zwilling unter Migräne mit Aura litt und der andere Zwilling keine Migräneerkrankung aufwies. Bei den Teilnehmern wurden 3-Tesla-Kernspintomografien durchgeführt. Die Untersuchung ergab, dass bei 172 Migränepatienten beide Zwillingspaare Migräne hatten, 34 Zwillinge ohne Migräne und 139 Kontrollen ohne Migräne waren. Sowohl bei Migränepatienten, als auch bei Kontrollen waren die Blutgefäßrisikofaktoren gleich häufig. Klinisch stumme Hirninfarkte wurden bei vier Migränepatienten gefunden und einmal bei Kontrollen. In Skalenwerten ergab sich kein bedeutender Unterschied in der Ausprägung und Häufigkeit der White matter lesion (Schäden an den weißen Gehirnzellen). Folglich besteht wissenschaftlich kein erhöhtes Risiko auf stumme Hirninfarkte bei Migränepatienten. Quelle: SpringerMedizin

Was tun bei Migräne?

Um Migräne erfolgreich zu behandeln, darf man nicht nur die Schmerzen bekämpfen, sondern auch die Ursachen berücksichtigen. Die medikamentöse Behandlung allein ist oft kontraproduktiv und häufig gar nicht nötig. Ganz oft ist eine Verhaltenstherapie oder/und Biofeedbacktherapie sinnvoll. Mit Hilfe verschiedener Techniken lernen die Betroffenen Stress vorzubeugen, Muskel zu entspannen und so die Migräne erfolgreich zu bekämpfen.

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