Woher kommt unruhiger Schlaf und was kann helfen?
Schlafstörung

Woher kommt unruhiger Schlaf und was kann helfen?

Die Ursache dafür kann stressbedingt sein. Stress versetzt den Körper in einen „Alarmzustand“, der Körper setzt dann Energien frei, um gegen vermeintliche Gefahren zu kämpfen oder vor ihnen zu fliehen. Stress führt also zu nervöser Unruhe, sodass unruhiger Schlaf die Folge sein kann. Sind Schlafstörungen anhaltend, ist dies wiederum auch stressverursachend. Ein Teufelskreis. Für Betroffene also eine zusätzliche Belastung; nicht selten treten Konzentrationsstörungen und Gereiztheit auf. Anforderungen im (beruflichen) Alltag werden so zunehmend schwer bewältigbar.

Wann kann man von einer Schlafstörung sprechen?

Eine Schlafstörung (Insomnie) muss folgende Kriterien erfüllen:

  • Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder eine schlechte Schlafqualität (leichter Schlaf, Albtraum) liegen vor
  • Die Schlafstörungen treten mindestens 3-mal pro Woche über einen Zeitraum von einem Monat auf
  • Insbesondere in den Abendstunden wird viel an die Schlafstörung gedacht und tagsüber über deren negative Konsequenzen
  • Durch die unbefriedigende Schlafdauer oder Schlafqualität wird ein deutlicher Leidensdruck verursacht bzw. Alltagsaktivitäten kann nicht mehr richtig nachgegangen werden

Was kann ich tun, damit unruhiger Schlaf der Vergangenheit angehört?

Um sich selbst besser einschätzen zu können, kann das Führen eines Schaftagebuches sinnvoll sein. Die tatsächliche Schlafdauer, sowie Schlafqualität können dokumentiert werden, sodass ein umfassendes und klares Bild der Schlafgewohnheiten zustande kommt. Für eine Behandlung kann dies sehr hilfreich sein; je nach Form und Ursache der Schlafstörung divergieren die jeweiligen Behandlungsansätze. Nichtsdestotrotz können Betroffene überlegen, welche Möglichkeiten sie haben, um selbst ein wenig Abhilfe zu schaffen. Ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang ist die „Schlafhygiene“ – also schlaffördernde Maßnahmen bezüglich folgender Punkte konsequent einzuhalten:

1.) Positive Gestaltung der Schlafumgebung (z.B. Trennung Schlaf- und Arbeitsbereich, Raumbeleuchtung, keine Ablenkung durch Smartphones, Fernseher o.ä.)
2.) Optimierung des Tagesablaufs (z.B. Mangel an Bewegung)
3.) Einhaltung des natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus (z.B. Möglichst gleiche Zeiten einhalten)
4.) Schlaffördernde Verhaltensempfehlungen für die Nacht (z.B. keine „schweren“ Mahlzeiten unmittelbar vor dem Schlafgehen, Entspannungstechniken)

Auch wenn Schlafen eine Körperfunktion ist, sehr oft bestimmt der Geist, ob der Körper entspannt genug ist, um einzuschlafen. In einigen Lebensphasen gestaltet sich das schwierig, sollten Schlafstörungen aber anhaltend (halbes Jahr) sein, kann professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, um dem Leben wieder eine bessere Qualität zu schenken.

Praxis Dr. Pastushenko

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