Schwindelattacken – Alarmierend oder harmlos?
Schwindelattacken behandeln

Schwindelattacken – Alarmierend oder harmlos?

Ca. 25 bis 30% der Menschen in Deutschland haben in ihrem Leben behandlungsbedürftige Schwindelattacken. Da es unterschiedliche Schwindelformen gibt, ist es wichtig, den Schwindel richtig zu diagnostizieren. Eine der häufigsten, aber harmlosesten Schwindelformen ist ein „gutartiger Lagerungsschwindel“, der dennoch von Betroffenen als unangenehm erlebt wird. Die Ursache dafür liegt meist in der Ablösung der Otholithen, kleinen Ohrsteinen, von den Gleichgewichtsorganen. Gelangen diese Steinchen in die Bogengänge, so wird das Gleichgewichtsorgan irritiert und es kommt zu plötzlichen Schwindelattacken. Diese sind oftmals mit bestimmten Kopfbewegungen verknüpft, z.B. beim Umdrehen, Bücken oder Aufstehen. Der Lagerungsschwindel sollte auf jeden Fall neurologisch abgeklärt werden. Therapeutisch kann mit Hilfe von Lagerungsübungen interveniert werden, sodass der Schwindel sich bessert bzw. vollständig verschwindet (in 90% der Fälle).

Die Rolle der Psyche bei Schwindelattacken

Der seelische Anteil der menschlichen Balance spielt eine bedeutsame Rolle, insbesondere wenn organische Ursachen ausgeschlossen werden können. Psychogener Schwindel – also Schwindelattacken, die psychisch bedingt sind – resultiert aufgrund starker psychischer Belastungen bzw. wird durch sie verstärkt. Diese Schwindelform tritt erstmals während eines sehr belastenden Lebensereignisses auf und kehrt in als sehr stressig empfundenen Situationen zurück. Für Betroffene ist dies zusätzlicher Ballast: der Schwindel wird nicht nur als sehr bedrohlich erlebt, auch die Angst vor erneutem Schwindel beeinträchtigt das alltägliche Leben. Situationen, in denen Schwindelattacken eine besonders gravierende Auswirkung haben könnten, werden gemieden; Menschenmengen, Aufzüge, Rolltreppen, etc. (phobischer Schwindel). Psychisch verursachter Schwindel kann aber auch in Kombination mit anderen Symptomen auftauchen wie z.B. Schweißausbrüchen, Mundtrockenheit, Herzrasen, Engegefühl und Atemnot. Ob Schwankschwindel („schwankendes Schiff“) oder diffuser Schwindel („wie betrunken“), prinzipiell können alle Schwindelqualitäten mit einer psychischen Ursache einhergehen. Umso wichtiger ist eine diagnostische Abklärung.

Ich leide unter Schwindelattacken! Wann sollte ich einen Arzt konsultieren?

Sie müssen Ihre Schwindelattacken nicht hinnehmen. Trifft einer der Punkte auf Sie zu oder gleich mehrere, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen:

  • Der Schwindel tritt ohne erkennbare Ursache auf
  • Auf festem Grund verspüren Sie ein deutliches Schwanken
  • Bei (Kopf-)Bewegungen ist ein Schwindelgefühl zu vernehmen
  • Weitere Symptome begleiten den Schwindel, wie z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Ohrschmerzen, Hörprobleme, Benommenheit, Müdigkeit, Atemnot
  • Regelmäßige Schwindelattacken, wenn Sie sich in einer bestimmten Situation befinden (z.B. große Plätze, Menschenmenge, wichtiger Termin)

Praxis Dr. Pastushenko

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Tel.  0231 70097369

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