Ständig Kopfschmerzen? Die Ursache „getarnt“ als Lösung
Kopfschmerzen

Ständig Kopfschmerzen? Die Ursache „getarnt“ als Lösung

Wer ständig Kopfschmerzen zu beklagen hat, sucht Wege diese zu reduzieren. Eine der gängigsten Lösungswege: Schmerzmittel. In der medizinischen Fachliteratur verdichten sich mittlerweile mehr Hinweise darauf, dass genau jenes Lösungsmittel die Häufigkeit der Kopfschmerzen begünstigen kann. Anders formuliert – der episodische Kopfschmerz kann durch einen Übergebrauch von Schmerz- und Migränemitteln in einen chronischen Kopfschmerz münden. Dieser wird im vorliegenden Artikel als ein Kopfschmerz definiert, der für mindestens 15 Tage im Monat besteht, erstreckend über 3 Monate.


Liegt bei mir ein Übergebrauch ein Schmerz- und Migränemitteln vor?

Wichtig: auch wenn die Schmerzmittel nicht vorrangig zur Reduktion des Kopfschmerzes sondern anderer Leiden eingesetzt werden, kann dies die Kopfschmerzfrequenz steigern. Allerdings ist die Kausalkette zwischen Einnahme und Entwicklungsverlauf individuell schwierig zu belegen. Während es bei einigen Patienten durch häufige Einnahme lediglich beim „Übergebrauch“ bleibt, entwickelt sich bei anderen widerrum ein „sekundärer“ Kopfschmerz, also ein zusätzliches Leiden. 

Ständig Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch – welche Behandlung?

Besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Entwicklung eines chronischen Kopfschmerzes auf Medikamentenübergebrauch zurückzuführen ist, sollte dies auf jeden Fall zunächst ärztlich abgeklärt werden. Ziel ist es dann, einfache Analgetika zu reduzieren, d. h. Paracetamol, Ibuprofen und co. möglichst weniger als 15 Tage im Monat zu verwenden. Auf spezifische Schmerzmittel sollte der Patient dann möglichst soweit verzichten, dass die Einnahme an weniger als 10 Tagen im Monat erfolgt. Schließlich wird die Prophylaxe der primären Kopfschmerzen eingeleitet. Dies erfolgt medikamentös und nichtmedikamentös (Biofeedback, vasomotorisches Training). Sollte keine Verbesserung eintreten, könnte als weitere Möglichkeit eine Medikamentenpause eingelegt werden. Diese erfolgt bei Übergebrauch von Analgetika und Triptanen durch eine abrupte Beendigung der Akuttherapie. Dies ist ambulant und tagesklinisch möglich. Beim Übergebrauch von Opioden ist ein stationärer Aufenthalt notwendig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Übergebrauch von Medikamenten eine von vielen Möglichkeiten für die Chronifizierung des Kopfschmerzes ist. Im Zweifelsfall muss individuell abgeklärt werden, ob und inwiefern eine Medikamentenpause als sinnvoll erachtet wird.

Praxis Dr. Pastushenko

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