Burnout bei Ärzten: Andere retten, sich selbst vergessen

Burnout bei Ärzten: Andere retten, sich selbst vergessen. 

Die Arbeit von Ärzten ist geprägt von viel Verantwortung; nicht nur muss ihr Wissen umfassend sein, auch ihre wissensbasierten Entscheidungen bestimmen über Erfolg oder Misserfolg einer Behandlung. Der damit wachsende Druck, alles richtig machen zu wollen, kann für viele zur Sackgasse werden – die Grenzen ärztlichen Handelns bekommt jeder im Laufe seiner Karriere zu spüren. Doch nicht jeder kann diesen Druck verkraften, schließlich stellen sich womöglich Schuldgefühle ein und für die Verarbeitung des beruflichen Stresses bleibt keine Zeit – ein perfekter Nährboden für ein Burnout.

Stress bei Ärzten

Burnout bei Ärzten

Nicht nur deshalb ist die Berufsgruppe der Ärzte besonders häufig von Burnout betroffen, das Über-Engagement von Ärzten liegt oft an dem steigenden Konkurrenzdruck. Doch wer selbst nicht gesund ist, erhöht damit das Risiko, Fehler zu machen und im schlimmsten Fall kann unkonzentriertes Handeln für Patienten gravierende Folgen haben. Über die Eigenschaften des Berufes hinaus, sind die organisatorischen Rahmenbedingungen ebenfalls relevant. Wie sind die Arbeitszeiten geregelt und welche betriebliche Personalpolitik herrscht vor? Hierarchiebegründete Konflikte können für Ärzte insofern schwer zu akzeptieren sein, als dass sie in ihrer Autonomie eingeschränkt werden. Dass ein derartiger Stress bei Ärzten viel Widerstandkraft verlangt, ist nicht verwunderlich.

 

Der schleichende Prozess von Burnout bei Ärzten

In der Anfangsphase eines Burnouts sind Betroffene hyperaktiv. Insbesondere jüngere Ärzte haben das Gefühl, für die Klinik unverzichtbar zu sein. Sie sind sehr motiviert und kompensieren auftauchende negative Emotionen sofort. In einer Übergangsphase leidet schließlich das Umfeld der Betroffenen: ein sozialer Rückzug erfolgt. Ärzte, die ohnehin sensibel sind, könnten Schuldgefühle überkommen und auch Angstzustände könnten sich bemerkbar machen. Typische Symptome sind neben solchen Anzeichen auch innere Leere, Erschöpfung und Antriebslosigkeit.

Burnout bei Ärzten

Stress bei Ärzten

Auf der Arbeit spiegeln sich solche Gefühle auch in den Handlungen wieder, die Fehlerquote steigt. Auch Wut kann eine Emotion sein, die nun vermehrt gezeigt wird. Ärzte haben dann das Gefühl, man nutze sie aus, auf Seiten der Klinik und der Patienten. Die Endphase von Burnout ähnelt den Symptomen einer manifesten Depression, Gefühle wie Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung dominieren nun den Alltag der Erkrankten. Für sehr ehrgeizige, empfindliche Menschen ist der Ärzteberuf eine Herausforderung. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht in der Lage sein können, trotz der Belastungen ihren (Traum-)Beruf gut auszuüben und dass ein Burnout bei Ärzten mit solchen Eigenschaften nicht zu verhindern ist.

Raus aus der Erschöpfungsspirale – Stress bei Ärzten eindämmen

Welche Möglichkeiten habe ich als Arzt, ein Burnout Risiko zu senken? Um ein Burnout bei Ärzten zu vermeiden, ist insbesondere die Erholung sehr bedeutsam. Es geht jedoch weniger darum, eine bestimmte Zeit festzulegen, wann gearbeitet wird und wann nicht. Ärzte haben selten einen hohen Spielraum, was ihre Arbeitszeiten betrifft. Eine Wahl haben sie aber bezüglich ihrer Lebensführung. Dementsprechend sollte eine Auseinandersetzung mit eigenen Zielen und Wünschen erfolgen, denn eine Strategie, Stress abzubauen, funktioniert nur dann, wenn sich die Person mit dieser Strategie identifizieren kann.

Burnout bei Ärzten

Stress und Burnout Bei Ärzten

Mit dem Abbau von Stressempfinden und dem Zeitdruck bessert sich auch das Kontrollgefühl: Man ist nicht länger machtlos seinen Gefühlen ausgeliefert.
Wie bereits angedeutet, ist das Gefühl, nichts ausrichten zu können, bei Ärzten besonders vertreten. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu akzeptieren, dass einige Dinge nicht verändert werden können/müssen. Eine solche Einstellung hilft dabei, den persönlichen Druck abzubauen und sich von dem perfektionistischen Gedanken zu lösen, dass man nur Erfolge haben darf. Da auch das seelische Engagement in diesem Beruf sehr hoch ist, sollte man unbedingt sein Umfeld dafür nutzen, Kraft zu tanken oder Gefühle zu verarbeiten. Auf Dauer ist die Auseinandersetzung mit sensiblen Themen, wie dem Tod oder harten Schicksalsschlägen alleine nicht zu bewältigen. Das soziale Umfeld kann Gefühle von Sicherheit vermitteln, die wichtig sind, um auch mit solchen Herausforderungen umgehen zu können und den Stress bei Ärzten zu verringern. Haben sich bereits Gefühle der Überforderung breit gemacht, kann das Aufsuchen eines Therapeuten möglicherweise schlimmere Folgen vorbeugen – denn auch ein Arzt ist nur ein Mensch, dem es zusteht, Hilfe zu bekommen.

 

Terminvereinbarung Burnout-Sprechstunde

Dr. Pastushenko Neurologe und Psychotherapeut Dortmund

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