Neurologie Dortmund

Neurologie Dortmund

Was ist Neurologie?

Die Neurologie beschäftigt sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur. Das Nervensystem besteht aus dem Zentralnervensystem und dem peripheren Nervensystem. Das Zentralnervensystem umfasst das Rückenmark und das Gehirn. Das periphere Nervensystem bildet die Brücke des Zentralnervensystems zu allen Körperteilen und umfasst Hirnnerven, Nervenwurzeln (dort, wo die Nerven das Rückenmark verlassen) und die peripheren Nerven in Rumpf, Armen und Beinen.

Was führt Sie zu mir?

Häufig stellt man sich die Frage, ob die Beschwerden, die man hat so bedrohlich sind, dass man unbedingt zum Arzt gehen sollte? Kann man dann noch abwartet, gehen diese wieder von alleine weg?

Nachfolgend erhalten Sie eine Aufstellung, bei welchen Beschwerden ist eine neurologische Diagnostik ratsam, um abzuklären, ob sich schwerwiegende Erkrankungen dahinter verbergen oder ob diese harmloser Natur sind:

  • Schmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Gesichtssschmerzen
  • Schmerzen im Nacken ggf. mit Ausstrahlung in Arm/Hand
  • Schmerzen in Brustwirbelsäule oder Lendenwirbelsäule („Kreuzschmerz“) ggf. Schmerzaustrahlung in die Beine
  • Schmerzen evtl. mit Kribbelmissempfindungen und Taubheitsgefühlen an anderen Körperstellen
  • Missempfindungen und Sensibilitätsstörungen der Haut
  • Taubheitsgefühl, Kribbeln, „Ameisenlaufen“, Pelzigkeit, Prickeln, Jucken, Schwellungsgefühl, Kälte- oder Wärmeempfindung, Brennen, schmerzhafte Berührungsempfindlichkeit
  • Störungen von Sinnesorganen
  • Sehstörungen: Tunnelblick, Flimmern, Blitze, helle Punkte, doppelte Bilder, Gesichtsfeldausfall, verzerrtes, schleierhaftes und verschwommenes Sehen
  • Hörstörungen und Ohrgeräusche
  • Geruchsstörungen
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Drehgefühl, Fallneigung, Schwankschwindel, Gangunsicherheit, Benommenheit, Liftfahren, Stolpern, Stolpern
  • Bewegungsstörungen
  • Kraftminderung, Kraftlosigkeit, Schwäche entweder Begrenzt z. B. auf Arm, Bein etc. oder Schwächegefühl des ganzen Körpers.
  • Bewegungsdrang der Beine, unruhige Beine
  • Verlangsamung von Bewegungen, Steifheit der Muskulatur
  • Zittern (Tremor)
  • Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe
  • Gangstörung
  • Konzentrationsstörungen und Gedächtnisstörungen
  • Vergesslichkeit, Beeinträchtigung der Konzentration, Beeinträchtigungen der Merkfähigkeit, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisstörungen Wortfindungsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen und Orientierungsstörungen
  • kurzzeitiger Bewusstseinsverlus, Ohnmacht, unerklärliche Stürze
  • zeitliche Orientierungsstörungen, ortsbezogene Orientierungsprobleme, situativ bedingte Desorientiertheit und Orientierungsstörungen zur eigenen Person.
  • Schlafstörungen
  • Gestörter Tag-Nacht-Rhythmus, Einschlafschwierigkeiten, Durchschlafstörungen, nicht erholsamer Schlaf, unterbrochener Schlaf, morgendliche Erschöpfung, übermäßiges Schlafbedürfnis
  • Chronische Müdigkeit
  • Erschöpfung, allgemeines Krankheitsgefühl, Benommenheit, Schläfrigkeit und mangelnde Ausdauer

In unserer Praxis für Neurologie Dortmund untersuchen und behandeln wir alle Erkrankungen des Nervensystems.

Hierzu zählen unter anderem folgende häufige Krankheiten:

  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
  • Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen/Bandscheibenvorfall mit Wurzelläsionen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Cerebrale Ischämie (Schlaganfall)
  • Multiple Sklerose
  • Epilepsie
  • Schlafstörungen
  • Parkinson-Syndrom
  • Rückenmarkserkrankungen
  • Normaldruck-Hydrocephalus
  • Polyneuropathie
  • Periphere Nervenläsionen
  • Myopathien und neuromuskuläre Erkrankungen
  • Demenz
  • Trigeminusneuralgie
  • Restless legs Syndrom (RLS) und andere schlafstörende Erkrankungen
  • Tremor (Zittern, Zuckungen)

Diagnostik Neurologie Dortmund

Grundlage jeder Abklärung der Beschwerden ist zunächst immer das eingehende Untersuchungsgespräch und die detaillierte körperliche Untersuchung. Bei der neurologischen Untersuchung ermittelt der Arzt den Funktions- und Leistungszustand des Gehirns und des Nervensystems. Ziel der Untersuchung ist die Erkennung von Schädigungen im Nervensystem. Hierfür stehen in der Praxis folgende Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Neurographie
  • Elektromyographie
  • Evozierte Potenziale
  • EEG – Elektroenzephalographie
  • Duplex- und Doppler-Ultraschalluntersuchung

Elektroneurographie – Was ist das?

Die Elektroneurographie (ENG) ist eine Untersuchungsmethode zur Ermittlung der Funktionsfähigkeit der motorischen und sensiblen Nerven. ENG beurteilt die Fähigkeit eines Nerven, elektrische Impulse fortzuleiten. Anhand der Messung werden die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) und die Zeitdauer ermittelt, die eine Nervenerregung benötigt um einen Muskel zu stimulieren.

Wie funktioniert die Elektroneurografie?

Zwei Oberflächenelektroden werden auf den entsprechenden Muskel aufgesetzt, dessen Innervation überprüft werden soll. Der Nerv, der diesen Muskel versorgt, wird an zwei Stellen elektrisch stimuliert und die Zeitdauer gemessen, nach der der Muskel reagiert. Diese Zeit charakterisiert die Nervenleitgeschwindigket.

Wozu dient die Elektroneurografie?

Mit Hilfe einer ENG wird die Art und Schwere verschiedener peripherer Nervenerkrankungen untersucht. Außerdem kann man Nervenschädigungen durch Druck oder Verletzungen lokalisieren und im Heilungsverlauf überwachen.

Risiken und Nebenwirkungen: keine

Anwendungsgebiete: Reizung oder Schädigung der Nervenwurzeln bei starken Rückenschmerzen oder NackenschmerzenEinklemmungserscheinungen an Nerven im Bereich von Beinen und Armen, z.B. Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk. Polyneuropathie, die sich z.B. bei Diabetikern oder anderen Stoffwechselkrankheiten entwickeln kann und äußert sich vor allem an Armen und Beinen als pelzig-taubes Gefühl, eingeschlafene Hände oder Beine und Kribbeln.

Elektromyographie – Was ist das?

Elektromyographie (EMG) ist die Muskelfunktionsanalyse, bei der die elektrische Muskel-Aktivität gemessen wird. Während entspannte Muskeln bei diesem neurophysiologischen Diagnoseverfahren keine elektrische Aktivität zeigen, entstehen bei Muskelbewegungen elektrische Potenziale. Diese werden über technische Geräte sichtbar und auch hörbar (z.B. Knattern, Rauschen) gemacht.

Wozu dient die Elektromyographie?

Ein gesunder Muskel reagiert mit anderer Aktivität als ein kranker Muskel. Mit Hilfe der Elektromyographie lässt sich erkennen, ob es sich bei einer Muskelschwäche um eine Erkrankung des Muskels oder des zuständigen Nervs handelt. Die Methode ist auch wichtig, um eine Nervenverletzung genau zu lokalisieren. Bei einigen Erkrankungen lässt die EMG auch prognostische Aussagen über den Heilungsverlauf zu, so zum Beispiel bei Nervenverletzungen nach einem Unfall oder einer druckbedingten Nervenschädigung oder auch bei bestimmten Formen von Muskelerkrankungen.

Anwendungsgebiete:

  • Verdacht auf Muskelerkrankungen
  • Bestimmung der motorischen Folgen einer Nervenschädigung

Evozierte Potentiale – Was ist das?

Mit Hilfe der evozierten Potenziale kann die Leitfähigkeit und damit die Funktionsfähigkeit verschiedener Anteile des Nervensystems gezielt untersucht werden. Dazu gehören die Sehbahnen, die Hörbahnen sowie die Bahnen, die das Fühlen und Bewegungen vermitteln. Bei dieser Untersuchung wird ein wiederholter bestimmter Reiz gesetzt und auf dem Kopf oder an der Wirbelsäule abgeleitet. Sie erlauben eine Aussage über die Funktionsfähigkeit spezieller Nervenbahnen und weisen Störungen bereits nach, wenn der Patient sie noch nicht bemerkt

Visuelle Evozierte Potentiale (VEP):

Diese erlauben, die Leitung der Nervenimpulse durch die Sehbahn zu messen. Bedeutsam ist diese Messmethode bei der Diagnostik entzündlicher oder durchblutungsbedingter Sehnerv- und Sehbahn-Veränderungen.

Somato-Sensorisch Evozierte Potentiale (SSEP):

Die SSEP ermöglichen eine Beurteilung der zentralen und peripheren sensiblen Leitungsbahnen. Mit den SSEP wird  die Übertragung der sensiblen Wahrnehmungen von Armen und Beinen über das Rückenmark an das Gehirn untersucht. Diese Methode wird beispielsweise eingesetzt, um Sensibilitätsstörungen genauer zu erfassen.

Motorisch Evozierte Potentiale (MEP):

Die MEP überprüfen die Weiterleitung von Nervenimpulsen, die für die Vermittlung der Muskelbewegungen verantwortlich sind, aus dem Gehirn über das Rückenmark an die Extremitäten (Arme und Beine).

Akustisch evozierte Potentiale (AEP):

Die AEP ermöglichen eine Beurteilung der zentralen und peripheren Hörbahn und werden bei Erkrankungen des Hörnerven sowie des Hirnstamms eingesetzt.

Elektroenzephalografie – Was ist das?

Die Elektroenzephalografie (EEG) ist eine komplikationslose Untersuchungsmethode zur Messung der elektrischen Gehirnströme.

Wie funktioniert die Elektroenzephalografie?

Bei der EEG-Untersuchung werden mehrere Elektroden auf die Kopfhaut geklebt, welche die schwache elektrische Aktivität des Gehirns durch den Schädelknochen hindurch registrieren. Die Spannungsunterschiede zwischen den einzelnen Elektroden werden auf einem Monitor dargestellt und ausgewertet.

Wozu dient die Elektroenzephalografie?

Mit einem EEG lassen sich krankhafte Veränderungen der elektrischen Aktivität einzelner Hirnregionen erfassen. Pathologische Hirnaktivität kann beispielsweise bei Epilepsie oder bei entzündlichen und stoffwechselbedingten Hirnerkrankungen auftreten. Mit der Elektroenzephalografie kann man nicht Gedanken lesen oder beeinflussen sowie Intelligenz oder Denkvermögen abschätzen.

Doppler/Duplex-Sonografie – Was ist das?

Die Doppler- bzw. Duplex- Sonografie der hirnversorgenden Blutgefässe ist eine spezielle Ultraschall-Untersuchung. Diese Methode ermöglicht die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäße sowie geringe Veränderungen an den großen Blutgefäßen sicher zu erfassen.

Der Doppler-Ultraschall ermöglicht eine risikofreie Untersuchung der Halsschlagadern, Nackenarterien und der Arterien im Gehirn. Er stellt damit z.B. eine wichtige Untersuchung zur Erkennung des Schlaganfallrisikos dar

Wozu dient die Doppler- bzw. Duplex- Sonografie?

Untersuchung der Halsschlagadern und der anderen zum Gehirn führenden Blutgefässe auf Veränderungen an der Gefässwand (Sklerose), Engstellen, Blutgerinnseln usw. , Darstellung des Blutflusses selbst sowie seiner Geschwindigkeit.

Praxis Dr. Pastushenko

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